Festplattenspiegelung mit XP Professional

Nach der Rückkehr von unserer letzten Beelitz-Tour (siehe unten), konnte ich dank S.M.A.R.T. beim Sichten der Bilder feststellen, das meine Festplatte mal wieder im Begriff war das Zeitliche zu segnen. Es ist zwar noch Garantie drauf, aber was soll man machen so lange die RMA läuft? Nach weiterer Analyse konnte ich feststellen das es sich wohl um einen Blockschaden auf der Systempartition handelte. Also ertmal fix eine externe und eine interne Platte besorgt.

Als erstes wollte ich meine Daten von der Datenpartition auf die externe Platte sichern. Soweit so gut. Doch nun kam der Fluch des RAW-Formats und des TIFF-Worklflows meiner Bildverarbeitung. Die Datenmengen waren so gross, dass das Backup per USB 2.0 mehr als 10 Stunden gedauert hat. Irgendwie habe ich mich wie in alten QIC-80 Tagen gefühlt. So konnte es nicht weitergehen.

Die Lösung war schnell gefunden. Ein RAID1 musste her. Das ist zwar kein Ersatz für ein Backup, hilft aber bei den Plattenproblemen die mich in der Vergangenheit schon häufiger verfolgt haben. Da ich aber kein Geld für einen RAID Controller ausgeben wollte, geschweige denn für einen komplett neuen Rechner musste das ganze mit Boardmitteln erledigt werden.

Zum Glück hatte ich damals eine Windows XP Professional Systembuilder Lizenz erworben. Mit Hilfe des RAID-Patches der c’t lies sich nun die Software-RAID Funktion von Windows XP freischalten.

Bevor man die Spiegelung einrichten kann, muss man jedoch über die Datenträgerverwaltung die “Basis Datenträger” in “dynamische Datenträger” umwandeln. Bei der Umwandlung in einen dynamischen Datenträger gehen im Normalfall keine Daten verloren. Ein Backup ist jedoch, für den Fall der Fälle, ratsam. Bei der Umwandlung zurück in einen Basis Datenträger gehen jedoch alle Daten des jeweiligen Datenträgers verloren. Weitere Details dazu findet ihr auf der Microsoft Support Seite.

Mit der Freeware HDD Health oder Speedfan lässt sich der S.M.A.R.T. Status und die Temperatur der beiden Platten komfortabel über den System-Tray überwachen.

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