Ich bin zwar politisch Interessiert, nehme in der Regel das geschehen nur zur Kenntnis, denke mir meinen Teil dazu und mach das Beste draus. Was in diesem Land allerdings zur Zeit abgeht ist schon ziemlich befremdlich.
Das ich ich mich berufsbedingt mit dem Internet und Computern ganz gut auskenne, hat nun dazu geführt, dass ich nach Ansicht von Frau von der Leyen, zu den Pädokriminellen gehöre.
“Wir wissen, dass bei den vielen Kunden, die es gibt, rund 80 Prozent die ganz normalen User des Internets sind. Und jeder, der jetzt zuhört, kann eigentlich sich selber fragen: Wen kenne ich, wer Sperren im Internet aktiv umgehen kann? Die müssen schon deutlich versierter sein. Das sind die 20 Prozent. Die sind zum Teil schwer Pädokriminelle. Die bewegen sich in ganz anderen Foren. Die sind versierte Internet-Nutzer, natürlich auch geschult im Laufe der Jahre in diesem widerwärtigen Geschäft.”
Gott sei Dank bin ich nicht alleine. Die meisten, die in der IT-Wirtschaft tätig sind, dürften nun zu dieser Gruppe zählen. Indirekt profitiert Frau von der Leyen allerdings auch davon, da ich/wir ja mit unseren Steuergeldern auch Ihre Diäten finanzieren.
Ein weiteres dickes Ding sind die Sperrlisten. Auf dem Warnschild steht folgender Text:
“Weder Informationen zu Ihrer IP-Adresse noch andere Daten, anhand derer Sie identifiziert werden könnten, werden vom Bundeskriminalamt gespeichert, wenn diese Seite erscheint. Die Sperrung dieser Webseiten erfolgt ausschließlich, um die kriminelle Verbreitung von Darstellungen sexuellen Missbrauchs und die weitere Ausbeutung der Kinder zu erschweren.”
Dann kam Frau Zypries und nun werden die Daten doch gespeichert:
“Die Diensteanbieter dürfen, soweit das für die Maßnahmen nach den Absätzen 2 und 4 erforderlich ist, personenbezogene Daten erheben und verwenden. Diese Daten dürfen für Zwecke der Verfolgung von Straftaten nach § 184b des Strafgesetzbuchs den zuständigen Stellen auf deren Anordnung übermittelt werden.”
Das Hinweisschild schweigt sich darüber aber noch aus.
Man stelle sich nun vor Jemand versteckt eine Sperrlisten URL in einer TinyURL und versendet diese als Spam oder als Werbebanner. Bis der Betroffene das merkt ist es bereits zu spät. Jeder Internetnutzer muss also demnächst eine Strafverfolgung fürchten. Was kommt als nächstes?
Von daher sollte eigentlich jeder die Petition: Internet – Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten vom 22.04.2009 mitzeichnen.
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