Stubentiger

Seit Mai 2005 teilen wir unsere Wohnung mit unserem Kater. Er hört mehr oder weniger auf den Namen Sushi, da er einen roten Fleck auf dem sonst weißen Rücken hat und damit irgendwie an ein Sushiröllchen erinnert. Die Ironie des Schicksals ist, das Fisch nicht besonders gerne mag. Wobei das eigentlich schon untertrieben ist. Er frisst Fisch eigentlich nur wenns ansonsten gar nichts gibt.

Als wir gefragt wurden ob wir ihn haben wollen, hat man uns erzählt das es sich um eine Promenadenmischung handelt. Als wir den Kater dann bei uns hatten kam mir das schon nach ein paar Wochen irgendwie komisch vor. Der Tierarzt hat es dann bestätigt, dass es sich nicht um eine Promenadenmischung handelt, sondern um einen Türkisch Van Kater.

Auf Wikipedia kann man über das Wesen der Türkisch Van Katzen folgendes lesen:

Sie gilt als intelligent und lernfähig, ist sehr aktiv, neugierig und verspielt bis ins hohe Alter. Die Türkisch Van ist sehr gesellig, äußerst besitzergreifend und fordert auch ausdrücklich Aufmerksamkeit. Sie gilt als „redselig“ und verfügt über eine kräftige, ausgeprägte und melodische Stimme. Zu ihrer Bezugsperson hat sie meist ein besonders intensives Verhältnis und sucht stets deren Nähe.

Da die Türkisch Van eine auffällige Vorliebe für Wasser hegt und dafür bekannt ist, in freier Natur nach Fischen zu jagen, wird sie umgangssprachlich auch als „Schwimmkatze“ bezeichnet. Dieses natürliche Verhalten führt in häuslicher Umgebung dazu, dass sie auch in Blumenvasen, Aquarien und Toiletten angelt. Diese Vorliebe stellt hier eine Gefahr (Vergiftung, Ertrinken) für die Gesundheit der Katze dar, weshalb es sich dringlichst empfiehlt, Aquarien und Toiletten immer gut verschlossen zu halten.

So wie es da steht ist es auch. Der Kater hat unseren Alltag ganz schön umgekrempelt. So mussten z.B. Türgriffe umgeschraubt werden, da Sushi schon nach kurzer Zeit raus hatte wie er die Türen zur Katzenfreien Zone aufbekommt. Der Putzlappen liegt immer griffbereit wenn er nach dem Spielen mit Wasser mal wieder durch die Wohnung läuft.

Genauso kräftig wie seine Stimme sind auch seine Muskeln und Krallen. Nach mehreren bleibenden Narben haben wir uns entschieden Sushi regelmäßig die Vorderkrallen zu schneiden. Das klappt mittlerweile auch ganz gut und ohne all zuviel Protest. Wenn er genug Aufmerksamkeit bekommt, ist er eigentlich recht Pflegeleicht. Alle paar Tage mal durchkämmen und das wars.