Reisetagebuch Teil 2

Reisetagebuch USA 2008 Teil 2
(Kalifornien, Arizona, Utah, Nevada)

29.06.2008 Grand Canyon
Am Morgen haben wir uns aufgemacht um Hermits Trail Richtung Hopipoint zu wandern. Der Trail ist nicht besonders Anspruchsvoll, man hat aber eine tolle Sicht auf den Canyon. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Hermits Trail nicht so Überlaufen ist wie die Anderen Aussichtspunkte die man mit dem Auto anfahren kann. Nach ca. zwei Stunden waren wir wieder am Ausgangspunkt und haben dann das ehrwürdige El Tovar Hotel, das erste Hotel am Platz, besucht. Am Nachmittag um 14:30 startete unsere National Geographic Tour, die uns vom Kolbs Studio bis Desert View geführt hat. Am North Rim brannte der Wald und im Canyon hat es geregnet. Dadurch entstand eine beeindruckende Atmosphäre. Am Abend viel dann auch in Tusayan etwas Regen, welcher uns zum Abschluss noch einen grandiosen Regenbogen beschert hat.

30.06.2008 Grand Canyon -> Page
Da wir für 11:30 eine Fototour in den Upper Antelope Canyon gebucht hatten, starteen wir wie immer recht zeitig. Wir waren dann doch eine Stunde früher in Page und beschlossen erstmal im Hotel einzuchecken. Allerdings lag hier wiedererwartend keine Reservierung für uns vor. Es dauerte ca. 30 Minuten bis dann alles geklärt war. Allerdings konnten wir unser Zimmer erst am Nachmittag bekommen.
Beim Tourveranstalter gab es das nächste Problem. Die gebuchte Fototour war keine, sondern eine normale. Wir konnten in letzter Minute gegen Bares doch noch an der Fototour teilnehmen. Welch ein Chaostag. Die Fototour hat sich aber gelohnt.

01.07.2008 Page
Heute sollte es in die Paria Wilderness Area des Vermillion Cliff gehen. Unser Ziel war die „Wave“. Allerdings hatten wir bei der Online Lotterie kein Glück und hatten somit keine Erlaubnis für die Wave. Wir hatten lediglich eine für die Wilderness Area.

Wir sind extra um 5:00 aufgestanden um rechtzeitig an der Rangerstation zwischen Page und Kanab zu sein um noch eine Wave-Erlaubnis für den 2.7 zu bekommen. Um 9:00 Uhr war es dann soweit und wir haben tatsächlich eine Erlaubnis für den 02.07.2008 für die Wave bekommen. Die Rangerin beglückwünschte alle und sagte, dass es seit Februar der erste Tag war, an dem alle Lotterie Teilnehmer auch eine Erlaubnis bekommen haben. Was für ein Glück. Wir wollten unsere Erlaubnis für die Paria Wilderness aber nicht verfallen lassen und haben uns kurzerhand auf den Weg nach Buckskin Gulch gemacht. Auf diese Weise wollten wir auch gleich den Zustand der Rockhouse Valley Road in Erfahrung bringen. Ich wollte ursprünglich b ei erfolgreicher Lotterie noch einen 4WD Wagen mieten, der andere Ranger sagte aber, dass das gar nichts bringt. Wenn es Regnet ist die Rockhouse Valley Road mit keinem Fahrzeug befahrbar, und wir sollten uns das Geld sparen.

Also fuhren wir mit dem Mustang. Das Ergebnis war nicht berauschend. Die Straßenverhältnisse sind so schlecht, dass wir maximal 10 MPH fahren konnten. Das hatte zur folge das wir für die 8 Meilen zum Wirepass Trailhead 1 Stunde brauchten. Ein SUV bringt hier einen den kleinen Vorteil das man ca. 25 MPH fahren kann, was einem eine kleine Zeitersparnis bringt.

Nach Ankunft am Trailhead haben wir noch den Buckskin Gulch Slot Canyon „unsicher“ gemacht. Am frühen Nachmittag ging es dann zurück nach Page, wo wir mit den Vorbereitungen für unseren „Wave-Trip“ begannen. Am Nachmittag begann es dann zu regnen und ich wurde estwas panisch wegen des Straßenzustands.

Abends gingen wir in Ken’s Old West Steakhouse essen.

02.07.2008 Page -> Monument Valley
Da wir wiedererwartend doch eine Erlaubnis für die Wave gewonnen hatten, mussten wir unseren Plan etwas umstellen. Wir standen also mal wieder sehr früh auf, da in Utah die National Mountain Time gilt, womit es dort eine Stunde später ist als zur gleichen Zeit in Page. Wir standen also um 4:00 auf, da wir ca. eine Stunde zur Rockhouse Valley Road brauchten und von dort noch mal ca. eine Stunde bis zum Trailhead.

Gott sei Dank war die Rockhouse Valley Road war über Nacht soweit abgetrocknet das sie befahrbar war. An einigen stellen war sie aber noch etwas rutschig. Zum Glück war es so früh am Morgen noch nicht so heiß. Bis zum Vormittag wurden 85° Fahrenheit (29,4° Celsius) erwartet. Unser Plan war es spätestens mittags wieder im klimatisierten Auto zu sitzen.

Nach ca. zwei Stunden Querfeldeinmarsch erreichten wir die Wave. Sowohl die Wave als auch der Weg dorthin war unbeschreiblich. Wir blieben ca. 1,5 Stunden in der Wave bevor wir, genau im Zeitplan, den Rückweg antraten. Leider Stand die Sonne schon so hoch, das unsere schattigen Rastplätze vom Morgen verschwunden waren.

Wir erreichten rechtzeitig unseren Mustang. Nach kurzer Verschnaufpause machten wir uns auf Richtung Monument Valley, welches wir am späten Nachmittag erreichten.

Wir wollten noch den 17 Meilen langen Scenic Drive durch das Monument Valley machen, nachdem wir aber mit unserem Mustang aber breits nach den ersten paar hundert Metern zweimal recht unsanft auf dem Boden aufgesetzt hatten, haben wir aber umgekehrt um den Sonnenuntergang am Mitten Point zu genießen.

03.07.2008 Monument Valley -> Bryce Canyon
Über Page ging es heute zum Bryce Canyon. Auf dem Rückweg vom Monument Valley machten wir zum ersten mal die Begegnung mit einem Dust Devil. Es sollte für heute nicht die letzte gewesen sein. Wir machten einen kleinen Zwischenstopp im Navajo Monument um den Sandal Trail zu den Betatakin Ruins zu laufen.

Wieder in Page angekommen standen wir dann vor der Entscheidung die 89 bis zur Junction 12 zu fahren und von Westen in den Bryce Canyon zu fahren, was ca. 240 km Strecke ist, oder die Abkürzung über die Cottonwood Road zu nehmen. Die Strecke über die Cottonwood Road führt am Kodachrome Basin vorbei und ist nur ca 70 km lang. Die Abkürzung und zeitersparnis von ca. einer halben Stunde erkauft man sich allerdings mit ca. 48 km Schotterpiste.

Wir hielten in Bigwater beim Bureau of Land Management um uns über das Wetter und den Straßenzustand zu informieren. Man sagte uns das die Straße nicht so schlecht wie die Rockhouse Valley Road sei und das auch ab und zu Campervans die Strecke Fahren. Wir fuhren sie also auch. Auf den ersten Meilen machten wir zur Begrüßung gleich Bekanntschaft mit mehreren heftigen Dust Devils. Die Wolken am Himmel wirkten auch recht bedrohlich, laut BLM lag die Regenwahrscheinlichkeit aber bei 0%.

Nach ein paar weiteren Meilen kam uns ein SUV entgegen. Der Fahrer warnte uns vor der Strecke und meinte das er sie niemals mit einem Mustang fahren würde. Wir fuhren sie trotzdem. Das Wetter besserte sich genauso wie die Straßenverhältnisse. Kurz vor dem Ende der Cottonwood Road wird man mit einem herrlichen Double Arch belohnt.

Für das Kodachrome Basin blieb leider keine Zeit mehr. Es stand aber eh nicht auf unserer Liste. Von daher ging es die letzten asphaltierten Kilometer im Mustang Sauseschritt zum Bryce Canyon. Wir Besuchten noch die Mossy Cave und den Sunset Viewpoint.

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