Reisetagebuch Teil 3

Reisetagebuch USA 2008 Teil 3
(Kalifornien, Arizona, Utah, Nevada)

04.07.2008 Independence Day – Bryce Canyon -> Las Vegas
Am Morgen wurden erstmal ein paar Fotos vom Sonnenaufgang in Bryce gemacht. Natürlich waren Wolken, genau an der Stelle an der die Sonne aufging. Naja noch mal hingelegt, auf die letzte Minute ausgechecked und nach Las Vegas gefahren. Wir kamen nachmittags in unserem Hotel, das nur einen Block vom Strip entfehrnt gegenüber des Hard Rock Hotel lag, an.

Es war sehr heiß und nach kurzer Pause dann ging es erstmal rüber ins Hard Rock Hotel und Cafe. Nach Sonnenuntergang machten wir uns auf um im Excalibur zu Abend zu essen. Danach sind wir auf den völlig überfüllten Strip bis zum Belagio gegangen um die Fontänen zu sehen. Dabei haben wir auch gleich das große Feuerwerk zum Independence Day vom Cesars Palace angeschaut. Etwas genervt von den Menschenmassen sind wir dann zurueck zum MGM Grand um dann ein Taxi zur Freemont Street zu nehmen.

In der Freemont Street findet man das alte Las Vegas wie es war, bevor dir großen Hotel Casinos am Strip gebaut wurden. Hier ist es bei weitem nicht so überfüllt. Man trifft nur wenig Touristen und die Preise sind um ein vielfaches niedriger als am Strip. Beispiel: 0,4 Liter Flasche Wasser am Strip 4$. 0,6 Liter Dose Bier in der Freemont Street 0.99$.

Um die Freemont Street findet man außerdem ein paar der alten Leuchtreklamen, die restauriert und hier wieder aufgestellt wurden.

05.07.2008 Las Vegas -> Death Valley
Nach Ausschlafen und Aufstehen ging es heute ins Death Valley. Die strecke dorthin ist sehr eintönig und ermüdent. Für etwas Adrenalin sorgte dann aber unsere erste und zum Glück auch einzige Begegnung mit der Nevada Highway Patrol. Der Grund waren 94 MPH (150,4 KMH) in einer 70er (110 KMH) Zone. Als ich den Cop im Ruckspiegel aussteigen sah, musste ich unweigerlich an Terminator 2 denken. Claudias Charme und der Umstand das wir aus Deutschland kamen hat uns vor einem Speeding Ticket bewahrt.

Nach dem kurzen Zwischenfall kamen wir etwas später in Death Valley an. Auf dem Weg zum Hotel machten wir an Dantes View und am Zabreski Point halt. Nach dem Check In auf der Furnance Creek Ranch fuhren wir nach Badwater, dem tiefsten Punkt der westlichen Hemisspähre, zum Artist Drive, Artist Palette und Harmony Borax Works. Die 119° Fahrenheit (48,3° Celsius) haben mehr verhindert. Sowohl der Fotograf als auch die Kameras litten deutlich unter der Hitze. Zum vergleich, die heisseste Temeratur die auf dieser Erde gemessen wurde, war in der Sahara mit 122,5° Fahrenheit, was 50,27° Celsius entspricht. Es wird empfohlen das Auto in den Sommermonaten nicht zu verlassen, weil der Boden bis zu 200° Fahrenheit (93,3° Celsius) heiß werden kann.

06.07.2008 Death Valley -> Yosemite
Heute stand uns wieder ein ziemlich langes Teilstück unserer Reise bevor. Nach 350 km erreichenden wir den Bodie State Park. Er liegt ca. 45 Minuten von Lee Vinning, dem letzten Ort vor dem Osteingang des Yosemite Parks entfernt.

Bodie ist eine alte Goldgräber Stadt, die aber nach einem großen Feuer zur Zeit des Goldrausches in Kalifornien zur Geisterstadt wurde. Aufgrund der Witterung verfällt der Ort aber kaum und so wurde 1964 ein State Park erklärt. In Bodie verbrachten wir ca. 3 Stunden um uns dann auf den Weg zum Visitor Center des Yosemite Parks und zum Hotel zu machen.

Was wir nicht wussten war, dass sich in Yosemite alles ziemlich zieht. So brauchten wir fast zwei Stunden für die ca. 100 km vom Eingang des Parks bis zum Visitor Center und kamen erst gegen 20:00 Uhr dort an. Der nächste Reinfall war das das Visitor Center in Yosemite um 19:00 Uhr schließt. In den anderen Parks schließen die Visitor Center erst 22:00 Uhr. Nach der Enttäuschung machten wir uns auf zum Hotel. Es stellte auch aber heraus das unser Hotel ca. 50km vom Westeingang, außerhalb des Parks entfernt lag. Der Sonnenuntergang stand kurz bevor und so machten wir uns etwas gefrustet auf den Weg zum Hotel.

Für sie Strecke zum Ausgang und zum Hotel benötigten wir dann weitere zwei Stunden, und so kamen wir erst um kurz nach 20:00 Uhr am Hotel an. Die Serpentinenstrecken im Yosemite Park zu fahren hat auch seinen ganz besonderen reiz – nicht!

07.07.2008 Yosemite
Nach der Erfahrung vom Vorabend schliefen wir erstmal halbwegs aus und nahmen am “ausgedehnten” Continental Frühstück im Hotel teil. Dann ging es zurück in den Park. Endlich konnte ich mal die Strecke sehen, die ich am Abend zuvor fast blind im dunkeln gefahren bin…

Das erste Ziel war Yosemite Falls, wo sehr viel los war. Weiter ging es Richtung Mariposa Grove, wo wir uns die Mammut Bäume anschauten. Unter ihnen war auch der 2700 Jahre alte Giant Grizzly. Auf dem Rückweg machten halt am glacier point und am El Capitan.

Alles im allem war es sehr viel Fahrerei. Da die Straßen sehr eng, kurvenreich und stark frequentiert sind, bekommt man als Fahrer von der Landschaft so gut wie gar nichts mit. Nach der vielen Fahrerei in den Serpentinen von Yosemite, waren alle vier Alufelgen schwarz vom Bremsstaub.

08.07.2008 Yosemite -> San Francisco
Zurück zum Ausgangsort. Wegen der Buschbrände war der Highway 140 bis zum Vortag gesperrt. Heute war sie aber wieder frei und wir brauchten keine Ausweichroute suchen. So erreichten wir nach relativ kurzer fahrt am späten Vormittag San Francisco. Wir versuchten noch eine Alcatraz Tour zu bekommen. Es war aber aussichtslos, da alle Touren bis zu 1,5 Wochen im Voraus ausgebucht sind.

So ging es erstmal zu Bubba Gump mittagessen. Wir beschlossen im Anschluss das Bay Aquarium zu besuchen. Im vergleich zu vielen anderen Aquarien ist es sehr klein, ein Besuch lohnt sich aber trotzdem. Vermutlich auch wegen der Größe ist der Eintritt im Vergleich günstig.

Abends sind wir dann wieder im Rainforest Cafe essen gegangen. Wir saßen nur einen Tisch weit von dem Platz entfernt wo wir unsere Reise mit einem Abendessen begonnen hatten.

09/10.07.2008 Abflug
Am Morgen ging es für Claudia über Denver Richtung Omaha, wo sie von Kyle abgeholt wurde um nach Hinton zur Highschool Reunion zu kommen. ich hatte noch bis 15:30 Zeit und so bin noch mal zu den Twin Peaks und zum Strand gefahren. Bei MC Donalds an der Haight und Ashbury gab es „Mittagessen“.

Nun ging es langsam Richtung Flughafen, wo ich das Pony nach 3439 Meilen bzw. 5502,4 km wieder abgegeben habe. Um 17:50 ging mein Flug Richtung London, von wo ich nach kurzem Aufenthalt nach Hamburg weiter flog. Nach 14 Stunden fliegen und 10 Stunden Zeitverschiebung, bin ich 24 stunden später in Hamburg gelandet.

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